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Wieso schadet zu häufiges Lernen?

Nun möchte ich mich noch einmal mit der Frage auseinandersetzten, wieso zu häufiges Lernen eigentlich schaden sollte. Ich habe diese Fragestellung in den vorherigen Einträgen schon oft „angeschnitten“. Eigentlich ist es doch sehr gut, wenn man sehr viel lernt. Was soll daran denn schlecht sein?

Ich denke aber, dass Hans nicht glücklich mit dem Lernen wird. Durch den Druck durch sein Umfeld, bestehend aus dem Rektor, dem Stadtpfarrer und dem Vater, wurde es auch Hans’ Wunsch, viel zu lernen. Ich denke, dass er auf eine Seite zwar schon gerne neue Dinge erfährt und eben neugierig auf neues Wissen ist. Ich denke aber, dass er erst durch das Umfeld zu dem gemacht wurde, was er ist, zu dem „lernsüchtigen Jungen“. Die ganze Gemeinde übt auch Druck auf ihn aus. Dies wird zu Beginn des ersten Kapitels deutlich. Dies ist so, weil alle ihn bewundern. Somit meint er, dass es seine einzige Stärke den anderen Menschen gegenüber ist, schlau zu sein. Daher will er immer mehr lernen, um dieses Stärke nicht zu verlieren. Deswegen übt er dann auch einen sehr großen Druck auf sich selbst aus. Dies belastet ihn jetzt schon, z.B. durch Kopfschmerzen, fehlendes Selbstbewusstsein und ein schlechtes Gewissen.

Kaum jemand unterstützt seine „wahren Hobbys“ in der Natur. Der Vater verbot ihm sogar das Angeln bis zum Examen. Fast seinem gesamten Umfeld geht es nur darum, dass er sehr gut in der Schule ist. Aufgrund eines fehlenden Selbstbewusstseins folgt er den Aufträgen vom Vater, dem Lehrer und dem Stadtpfarrer.

Ebenfalls spaltet er sich durch das ständige Lernen von den anderen ab. Lernen ist ja grundsätzlich keine Aktivität, die in der Gruppe ausgeführt wird. Andere Leute sehen ihn auch als eine Person, die geistig zu weit weg ist und einfach anders ist als man selbst. Ebenfalls wird Hans dadurch selbst sehr arrogant, dass er von den anderen bewundert wird, dass er so intelligent ist. Diese ganzen Faktoren machen ihn zum Außenseiter. Dies macht ihn auch sehr unglücklich.

Als Fazit sage ich, dass Lernen schadet, weil man nur noch dies als seine Stärke sieht. Andere Stärken verkennt man.

Man wird zum Außenseiter, weil die Gesellschaft einen als „anders“ betrachtet, und man wird durch das Bewundern, was einen aber nicht zu einem Idol macht, sehr arrogant. Die Mitmenschen sehen einen nicht als Vorbild, sie wollen nicht so ein „Streber“ sein. Sie finden es nur „bewundernswert“, aber auch sehr merkwürdig. Dies ist vergleichbar damit, dass Menschen gerne „ungewöhnliche Menschen“ sehen wollen wie z.B. einen Menschen mit drei Armen. So etwas zieht sie in einen Bann, aber sie wollen lange nicht so sein wie diese „seltsame Person“, und sie sind eher stolz darauf so nicht zu sein. Der Mensch will auf einer Seite eher „normal“ sein, wobei jeder auch etwas Besonderes sein will. Der Mensch will aber eben nicht zu speziell sein.




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